BWBirgit W.vor 2 Std.
Wir haben einen Wintergarten mit lauter Glas. Wer putzt sowas in Hallein? 🪟
Im Salzburger Schnürlregen trocknet nichts, und in Altbauten werden Außenecken klamm. Wie man Kondenswasser von aufsteigender Feuchte unterscheidet und was man selbst tun kann.
Feuchte Wände haben drei typische Ursachen: Kondenswasser aus der Raumluft, eindringendes Wasser von außen oder aufsteigende Feuchte aus dem Mauerwerk. Kondenswasser lässt sich mit Stoßlüften, gleichmäßigem Heizen und Abstand der Möbel zur Wand meist selbst beheben. Feuchte Flecken, die auch bei guter Lüftung bleiben, gehören von einer Fachfirma untersucht.
Salzburg ist für seinen Schnürlregen bekannt, und in vielen Wohnungen merkt man das an den Wänden: Die Ecke hinter dem Kasten ist kühl und klamm, das Schlafzimmer riecht muffig, im Keller blüht der Putz aus. Bevor man Farbe, Putz oder Geräte kauft, sollte die Ursache klar sein.
Warme Luft nimmt Feuchtigkeit auf, etwa beim Kochen, Duschen, Wäschetrocknen und Schlafen. Trifft sie auf eine kalte Wand, wird daraus Wasser. Typisch: Flecken in Außenecken, hinter Möbeln und an Fensterlaibungen, vor allem im Winter. Das ist die häufigste Ursache in Wohnungen und lässt sich meist mit Lüften und Heizen lösen.
Undichte Dachrinne, beschädigter Putz, ein Leck in der Leitung oder ein Wasserschaden beim Nachbarn. Die Flecken wachsen oft nach Regen und haben einen Rand. Hier hilft kein Lüften, die Ursache muss repariert werden.
In älteren Häusern ohne Abdichtung zieht Wasser aus dem Boden ins Mauerwerk. Der Putz bröckelt im Sockelbereich, oft mit weißen Salzkrusten. Das ist ein Fall für eine Fachfirma.
Ein günstiges Hygrometer zeigt, ob die Luftfeuchte passt. Der österreichische Schimmelleitfaden des Umweltministeriums nennt für Wohnräume im Winter Werte um 40 bis 60 Prozent als unbedenklich.

Eine Maschinenladung nasser Wäsche gibt mehrere Liter Wasser an die Raumluft ab. Wer keinen Trockenraum hat, stellt den Wäscheständer in einen gut geheizten Raum mit geschlossener Tür und lüftet mehrmals. Gut geschleuderte Wäsche trocknet schneller.
Ein elektrischer Luftentfeuchter entzieht der Luft Wasser und hilft beim Wäschetrocknen oder nach einem Wasserschaden. Gegen aufsteigende Feuchte oder ein Leck hilft er nicht, er bekämpft nur das Symptom. Granulat-Entfeuchter aus dem Drogeriemarkt nehmen nur kleine Mengen auf und eignen sich für Kästen oder kleine Abstellräume.
Kleine Flecken bis etwa Handtellergröße auf glatten Flächen lassen sich mit 70-prozentigem Alkohol abwischen, dabei lüften und Handschuhe tragen. Größere Flächen, Schimmel im Putz oder in der Tapete und Befall nach einem Wasserschaden gehören in die Hand einer Fachfirma für Sonderreinigung. Nach der Ursachenbehebung lohnt eine Grundreinigung der betroffenen Räume.
Wer zur Miete wohnt, meldet Feuchte und Schimmel schriftlich der Vermieterseite, am besten mit Fotos und Datum. Vor einer Rückgabe hilft das Rückgabeprotokoll.
Wer eine Heimsauna im Keller hat, sollte besonders konsequent lüften, siehe Sauna reinigen und pflegen.
Passend dazu: Marmor reinigen, Wasserhärte in Salzburg und Messing und Kupfer reinigen.
Betriebe für Sonderreinigung im Land Salzburg finden →
Flecken in kalten Außenecken, hinter Möbeln und an Fensterlaibungen, vor allem im Winter. Sie werden bei richtigem Lüften und Heizen meist kleiner.
Drei- bis viermal am Tag fünf bis zehn Minuten mit ganz geöffneten Fenstern, nach Duschen und Kochen zusätzlich.
Im Winter gelten für Wohnräume etwa 40 bis 60 Prozent als unbedenklich.
Gegen zu feuchte Raumluft ja, gegen ein Leck oder aufsteigende Feuchte nicht.
Oft im Keller: Warme, feuchte Sommerluft kondensiert an kühlen Kellerwänden. Dann besser in den kühlen Morgenstunden lüften.
Das hängt von der Ursache ab. Feuchte und Schimmel sofort schriftlich melden und bei Streit die Mieterberatung oder Arbeiterkammer fragen.
Bei Flecken, die trotz Lüften wachsen, bei Wasser von außen, aufsteigender Feuchte und Schimmel über einer kleinen Fläche.
Quelle: Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Schimmelbefall in Innenräumen (Umweltministerium Österreich); allgemeine Bauphysik
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